Entspannung

Keine Zeit für eine Pause? 5 Gründe, die Dich umstimmen werden

Wer auf Pausen verzichtet schadet nicht nur seiner Produktivität, sondern auch seiner Gesundheit. Hier sind 5 Gründe, warum regelmäßige Pausen bei der Arbeit unverzichtbar sind. Außerdem verraten wir Dir, wie die perfekte Pause aussieht und wann Pausen am sinnvollsten sind.

Wenn Du Dir keine Zeit mehr für Pausen nimmst, weil Du so viel zu tun hast – dann hast Du eine Pause ganz besonders nötig. Wie schon ein altes Zen-Sprichwort sagt : „Meditiere jeden Tag zwanzig Minuten, es sei denn Du hast keine Zeit, dann meditiere eine Stunde.“ Eigentlich wissen wir es, doch es ist wie mit so vielen guten Gewohnheiten, in stressigen Zeiten verzichten wir meist darauf – wie auf das gesunde Frühstück, das Mittagessen und auch die Ruhepausen. Dass Du damit niemandem einen Gefallen tust – weder Deinem Chef noch Dir selbst – belegen zahlreiche Studien. Denn gerade in stressigen Zeiten, in denen wir besonders produktiv sein müssen, sind regelmäßige Pausen essentiell, um mental und körperlich optimal leistungsfähig zu bleiben. Fallen sie weg, sinkt nicht nur Deine Produktivität, Du schadest auch Deiner Gesundheit und Deinem gesamten Wohlbefinden.

Egal, ob Du nun wegen der anstehenden Deadline, den durcharbeitenden Kollegen oder weil Du Unterbrechungen für unproduktiv hältst, auf Pausen verzichtest – hier kommen 5 Gründe, warum Pausen für ein Leben voller Lebensenergie so extrem wichtig sind. Außerdem verraten wir Dir, wie die perfekte Pause aussieht und wann Pausen am sinnvollsten sind.

Inhaltsverzeichnis

  • 5 Gründe für regelmäßige Pausen während der Arbeit
  • Wie sieht die perfekte Pause aus?
  • Wann sind Pausen am sinnvollsten?

5 Gründe für regelmäßige Pausen während der Arbeit

Unsere Energie ist nicht unbegrenzt vorhanden. Auch Athleten wechseln zwischen strikten Trainings- und Erholungsphasen. Das ist bei mentaler Arbeit genauso wichtig, schließlich handelt es sich um dieselbe Energie aus unseren Zellen. Wenn Du regelmäßige Pausen immer wieder nutzt, um Deine Energiereserven aufzutanken, hat das enorme Vorteile für Dich.

1. Dein Gehirn verarbeitet Informationen viel besser

Unser Gehirn braucht regelmäßige Ruhezeiten der geistigen Regeneration, um zu funktionieren. Bekommt es diese nicht, machen wir Flüchtigkeitsfehler, werden unkonzentriert, vergessen Informationen wieder und benötigen viel länger für Aufgaben als im erholten Zustand. Nicht nur der Schlaf ist entscheidend für unsere Fähigkeit klar zu denken, sondern auch die Pausen im Laufe des Tages. Genau wie in der Nacht werden Synapsen neu geordnet und so das Erlebte verarbeitet.

2. Du bist kreativer

Die besten Ideen kommen immer dann, wenn wir entspannt sind. Deswegen ist auch Steve Jobs regelmäßig während der Arbeit spazieren gegangen und auch Albert Einstein schätzte seine kreativen Pausen des Nichtstuns. Forscher sind sich einig, dass wir Kreativität nicht erzwingen können. Wir können aber die Bedingungen für sie schaffen. Mit Ruhepausen, in denen wir uns bewusst entspannen, schaffen wir genau das. So ist es gut möglich, dass Dir in der Mittagspause die zündende Idee kommt und Du Dein aktuelles Projekt wieder mit einer frischen Perspektive siehst.

3. Dein geistiges Wohlbefinden wird gestärkt

Kurze und längere Pausen reduzieren Stress, der bei vielen Menschen heute zum Alltag gehört und fatale Folgen – bis hin zum Burnout – haben kann. Immer wieder kurz abzuschalten und das aktuelle Projekt mit Abstand zu betrachten gibt Dir Zeit, Dich zu erholen, Klarheit zu schaffen und führt so auch zu mehr Zufriedenheit im Job – und damit auch im Leben.

4. Pausen schaffen eine gesunde Routine

Regelmäßige Pausen sind die perfekte Möglichkeit, um eine gesunde Routine in Deinen Alltag zu integrieren. So kannst Du zum Beispiel jede kurze Pause damit verbinden ein Glas Wasser zu trinken. Die wichtige Mittagspause nutzt Du am besten für einen kleinen Spaziergang und ein gesundes Mittagessen (statt nebenbei am Schreibtisch zum Riegel zu greifen). Eine längere Pause bietet sich auch super für eine Meditation und kleine Yoga- oder Entspannungsübungen an.

5. Du bist produktiver

Durch feste Pausenzeiten nutzen wir die vorhandene Arbeitszeit viel produktiver. Denn wenn wir wissen, dass gleich eine Pause folgt, strengen wir uns – wie in einer Klausur – nochmal richtig an, und lassen uns weniger ablenken. Außerdem bieten wir unserem Körper durch die regelmäßigen Pausen immer wieder eine Erholung, die unerlässlich für unsere Leistungsfähigkeit ist.

Wie sieht die perfekte Pause aus?

Wie Du Deine Pause am liebsten gestaltest liegt natürlich bei Dir. Einzige Voraussetzung: sie sollte Dich entspannen und Dir Zeit geben abzuschalten, um neue Energie zu tanken. Beschäftige Dich also nicht mit der Arbeit, auch nicht Einkaufslisten oder anderen Dingen, die Du noch erledigen musst. Am besten verlässt Du Deinen Arbeitsplatz und gönnst Deinen Augen eine Bildschirmpause.

1. Atemübungen

In unserem Alltag atmen wir fast ausschließlich oberflächlich, das bedeutet zu schnell und zu flach. Achte daher ab und zu bewusst auf Deinen Atem. Atme am besten in der frischen Luft (oder am offenen Fenster) tief durch die Nase und bis in Deinen Bauch ein, dann durch die Nase oder den Mund wieder aus. Diese einfache Übung wirkt beruhigend, hilft Dir, Dich aufs Wesentliche zu konzentrieren und versorgt Dein Gehirn mit Sauerstoff für bessere Leistungsfähigkeit.

2. Meditation

Du hast die Möglichkeit, Dich an einen ruhigen, ungestörten Ort zurückziehen? Eine der effektivsten Weisen Deine Pause zu verbringen, ist mit Meditation. Beim Meditieren versetzt Du Dich in eine gelassene Haltung und kannst anschließend wieder klarer, entspannter und fitter an die Arbeit gehen – ohne eventuelle Schlaftrunkenheit von einem Mittagsschlaf.

3. Genieß eine Tasse Kaffee

Steh vom Schreibtisch auf und mach Dir ein Getränk in der Küche. Genieße die Tasse Tee oder Kaffee anschließend bewusst mit allen Sinnen.

Diese und weitere Achtsamkeitsübungen findest Du auch auf unserem Blog.

4. Powernap

Auch Powernaps steigern Deine Performance sowie Dein mentales und körperliches Wohlbefinden – wenn sie richtig gemacht werden. Eine clevere Möglichkeit, damit aus dem Nap kein 3-stündiger Tiefschlaf wird: Der so genannte Nappuccino. Trinke vor Deinem Mittagsschlaf einen Cappuccino und leg Dich dann hin. Das Koffein weckt Dich nach circa 20 bis 30 Minuten, bevor Du in die Tiefschlafphase abdriftest.

5. Beweg Dich

Jede Art von Bewegung regt die Durchblutung im Gehirn an, wodurch Du Dich dann wieder besser konzentrieren kannst. Egal ob Spaziergang, das Strecken am Platz oder ein paar kleine Gymnastikübungen, Hauptsache Dein Körper erhält eine Pause vom langen Sitzen.

6. Tu etwas anderes Entspannendes (was nichts mit der Arbeit zu tun hat)

Du kannst auch ein kurzes Video anschauen oder ein paar Passagen in einem inspirierenden Buch lesen. Hauptsache Du schaltest von der Arbeit ab und bringst Dich auf gute Gedanken. Zwischendurch zu Lachen (auch über witzige Tiervideos) ist immer eine gute Idee. Oder höre Deinen aktuellen Lieblingssong und tanze (wenigstens im Geiste) dazu.

7. Schau in die Natur

Schon 40 Sekunden in die Natur zu schauen verbessert anschließend die Leistung, wie eine Studie zeigt.*

Wann sind Pausen am sinnvollsten?

Es ist ein Irrglaube, dass Pausen erst dann gemacht werden sollten, wenn wir sie brauchen. Dann ist es in der Regel schon zu spät. Am effektivsten sind sie nämlich, wenn wir sie noch nicht unbedingt nötig haben. So halten wir konstant unser Energielevel. Widerstehe also dem Drang einfach weiter zu arbeiten, weil Du Dich noch fit fühlst. Wenn Du Deine Pause zu spät einlegst, brauchst Du viel länger, um Dich wieder zu erholen.

Es gibt verschiedene Studien über die richtige Zeit von Pausen. Nach einer großen lettischen Studie des Medienunternehmens Draugiem Group ist ein Rhythmus von 52 Minuten arbeiten und anschließend 17 Minuten Pause am produktivsten.* Für alle, bei denen das absolut nicht möglich ist: Spätestens nach 80 Minuten brauchst Du eine Pause von mindestens 6 Minuten. Und auch Micro-Pausen (zwischen 30 Sekunden und 5 Minuten) steigern Deine mentale Scharfsinnigkeit um 13%.

Gesetzlich ist nach vier Stunden eine Pause von mindestens 30 Minuten, nach 9 Stunden von mindestens 45 Minuten vorgesehen.

Vielleicht hast Du auch schon von der Pomodoro Technik gehört. Dabei sind die Arbeitsphasen mit 25 Minuten noch kürzer, gefolgt von 5 Minuten Pause. Nach 4 Sessions gibt es eine längere Pause von 30 Minuten.

Fazit: Pausen steigern Produktivität und Wohlbefinden

Wenn wir nicht auf uns achtgeben und unserem Geist sowie Körper Pausen zur Erholung bieten, schaden wir uns selbst – und unserem Arbeitgeber – auf Dauer enorm. Regelmäßige, auch kurze Pause, machen uns viel produktiver und leistungsfähiger. Wenn Du mal wieder denkst, dass eine Pause gerade nicht drin ist, mach Dir bewusst, dass Du niemandem einen Gefallen tust, in dem Du stumpf durcharbeitest, nur weil das alle im Büro so machen.

Und denk daran: Pausen solltest Du machen, bevor Du sie wirklich brauchst. Nur auf diese Weise kannst Du Dein Energielevel konstant hoch halten und den ganzen Tag leistungsfähig, kreativ und voller Lebensenergie sein.

Eine ganzheitliche Unterstützung für Deine Lebensenergie bietet Dir unsere Achtsamkeits-App mit gesunden Routinen und gezielten Übungen, die zum Beispiel Deinen Fokus sowie Deine Konzentration schulen und Dir auch helfen, kleine Pausen zu machen. Zusammen mit inuvia Zellfokus+ Leistung sorgst Du so auf allen Ebenen für Deine Leistungsfähigkeit.

* Quellen:

Lee, Kate & Williams, Kathryn & Sargent, Leisa & Williams, Nicholas & Johnson, Katherine. (2015). 40-second green roof views sustain attention: The role of micro-breaks in attention restoration. Journal of Environmental Psychology. 42. 10.1016/j.jenvp.2015.04.003.

themuse.com, The Rule of 52 and 17: It's Random, But it Ups Your Productivity, Abgerufen am: 09.10.2020