Wohlbefinden

Kraft im Alltag: 5 Tipps, die die Lebensenergie unterstützen

Morgens mit Leichtigkeit aus dem Bett, gut gelaunt zur Arbeit und am Abend noch ausreichend Energie, um Sport zu machen und Freunde zu treffen. Klingt gut? Ist es auch - doch nicht immer die Realität. Häufig übermannt uns der Alltag und wir fühlen uns eher platt und ausgelaugt anstatt energiegeladen und frisch. Umso wichtiger ist es, die eigenen Energiereserven regelmäßig aufzutanken. Wir haben 5 Maßnahmen für Dich zusammengestellt, die Dich dabei bestens unterstützen!

# 1 Guter Schlaf sorgt für Zellregeneration

Schlaf ist und bleibt die beste Regenerationsmöglichkeit für unseren Körper. Während wir schlafen, finden zahlreiche Regenerations- und Reparaturprozesse statt. Erholsamer Schlaf führt daher nicht nur dazu, dass wir uns am Morgen erholt und ausgeruht fühlen, er schützt außerdem unsere Zellen. Studien zeigen, dass schlechter Schlaf und Schlafmangel unseren Zellen schaden kann. Zu wenig Schlaf mindert außerdem unsere Leistungsfähigkeit und das macht sich sowohl auf der Arbeit, beim Sport als auch beim Treffen mit Freunden bemerkbar. Doch wie viele Stunden Schlaf sind ausreichend? Für Erwachsene werden zwischen 6 und 8 Stunden Schlaf pro Nacht empfohlen, doch am Ende ist es eine persönliche Sache: Nach wie vielen Stunden Schlaf, fühlst Du Dich fit und ausgeruht?

# 2 Kältetraining macht fit

Kalt duschen aktiviert die Mitochondrien

Vielleicht hast Du auch schon einmal die Erfahrung gemacht: Eine kalte Dusche kostet zwar Überwindung, aber dafür fühlst Du Dich danach umso wacher und fitter. Nicht nur der Kreislauf wird dabei hoch gefahren, auch die Mitochondrien werden aktiviert - das sind die Kraftwerke unserer Zellen, die Energie produzieren. Dabei muss es noch nicht einmal die eiskalte Dusche sein. Tatsächlich hilft schon eine regelmäßige kühle Dusche, um die Mitochondrien anzuregen und uns damit mit wertvoller Energie zu versorgen. Unser Tipp: Beginne mit ein paar Sekunden am Ende Deiner Dusche und steigere Dich langsam.

# 3 High Intensity Intervall Training regt den Energiestoffwechsel an

Die Leistung unserer Mitochondrien kann auch gesteigert werden, indem sie gefordert werden. Das funktioniert zum Beispiel mit High Intensity Intervall Training. Das sind kurze und dafür hochintensive Trainingseinheiten. Hier reichen mehrmals wöchentlich bereits 10 bis 20 Minuten HIIT, in denen Du 8 bis 12 der hochintensiven Intervallübungen machst. Die Übungen können zum Beispiel Kniebeugen, Pushups oder auch Jumping Jacks (auch bekannt als “Hampelmänner”) sein. Als Anfänger solltest Du unbedingt langsam loslegen, zum Beispiel mit 15 Sekunden Belastung (Intervallübung) und 30 Sekunden Pause und das für 10 Minuten. Steigere Dich dann Schritt für Schritt.

# 4 Meditation unterstützt die Zellgesundheit

Aufmerksamkeit trainieren

Ein Zen-Sprichwort besagt: “Du solltest täglich 20 Minuten meditieren, außer Du bist zu beschäftigt, dann solltest Du eine Stunde meditieren.” Meditation kann im Alltag den nötigen Ausgleich schaffen, wenn alles mal zu viel wird. Gleichzeitig kann es im bewussten Umgang mit den eigenen Ressourcen unterstützen, was der Lebensenergie zugute kommt. Studien deuten außerdem darauf hin, dass Meditieren einen positiven Effekt auf unsere Zellen und die Mitochondrien hat.

# 5 Gesunde Ernährung liefert Kraft und Energie

Unser Körper produziert die Energie, die uns zur tagtäglich Verfügung steht, aus Sauerstoff sowie Kohlenhydraten und Fetten, die wir über unsere Nahrung zu uns nehmen. Daher ist die Ernährung eine wesentliche Ressource, um uns fit und vital zu fühlen. Entscheidend ist jedoch nicht nur, dass wir essen, sondern auch was.

Neben möglichst naturbelassenen und nährstoffreichen Lebensmitteln, gibt es bestimmte Nährstoffe, die für einen gut funktionierenden Energiestoffwechsel in unseren Zellen wesentlich sind. Dazu zählen vor allem B-Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6 und B12). Gute B-Vitaminen-Quellen sind unter anderem Vollkorngetreide, qualitativ hochwertige Tierprodukte inklusive Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte, oder auch Nüsse, Saaten und Gemüse. Wertvolle Pflanzenstoffe, wie beispielsweise Resveratrol, das in Beerenfrüchten und Rotwein enthalten ist, haben ebenso eine positive Wirkung auf Mitochondrien und Zellen.

Starte zum Beispiel mit einem vollwertigen Frühstück aus Haferflocken, Nüssen, Joghurt und Beeren in den Tag. Das liefert nicht nur eine geballte Ladung Nährstoffe für die Mitochondrien, sondern auch wertvolle Kraft und Energie für den Alltag!

Mit welcher Energiemaßnahme kannst Du heute direkt beginnen?

Quellen:

A. Prathera, Blake Gurfein, Patricia Moran, Jennifer Daubenmier, Michael Acree, Peter Bacchetti, Elizabeth Sinclair, Jue Lin, Elizabeth Blackburn, Frederick M. Hecht, Elissa S. Epel, 2015, Tired telomeres: Poor global sleep quality, perceived stress, and telomere length in immune cell subsets in obese men and women, Brain, Behavior, and Immunity, Volume 47, July 2015, Pages 155-162

Bhasin MK, Dusek JA, Chang BH, Joseph MG, Denninger JW, et al. (2013) Relaxation Response Induces Temporal Transcriptome Changes in Energy Metabolism, Insulin Secretion and Inflammatory Pathways. PLOS ONE 8(5): e62817. doi:10.1371/journal.pone.0062817

Epel E, Daubenmier J, Moskowitz JT, Folkman S, Blackburn E. Can meditation slow rate of cellular aging? Cognitive stress, mindfulness, and telomeres. Ann N Y Acad Sci. 2009;1172:34-53. doi:10.1111/j.1749-6632.2009.04414.x

Jonathan P. Little, Adeel Safdar, Geoffrey P. Wilkin, Mark A. Tarnopolsky and Martin J. Gibala, 2011, A practical model of low-volume high-intensity interval training induces mitochondrial biogenesis in human skeletal muscle: potential mechanisms, J Physiol 588.6 (2010) pp 1011–1022, DOI: 10.1113/jphysiol.2009.181743