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Long-COVID Erschöpfung: Unerklärliche Ursache und was man dagegen tun kann

Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Konzentrationsprobleme: Die Corona-Langzeitfolgen werden unterschätzt. Was unsere Mitochondrien, die Energiekraftwerke unserer Zellen, mit dem Long-COVID-Syndrom zu tun haben und was gegen die Erschöpfung helfen kann, erfährst Du hier.

Die Virusinfektion „COVID-19“ ist global und in allen Lebensbereichen das Thema Nummer 1 – und das bereits seit fast einem Jahr in Deutschland. Ganze Gesellschaftssysteme sind müde und erschöpft und warten derzeit auf die Impfung und die erhoffte Normalität im Leben [1].

Auch wenn noch anspruchsvolle technische Hürden bei der Impfstoffentwicklung und auch zahlreiche ethische Fragen zur Impfstoffverteilung gelöst werden müssen; Die Hoffnung ist global berechtigt, die Corona-Pandemie und die durch sie verursachten Einschränkungen bald und in allen Lebensbereichen besiegt und sukzessive überwunden zu haben [2, 3].

Der Artikel auf einen Blick:

  • Klinische Studien bestätigen Langzeitfolgen der Coronavirus-Infektion. Eine als genesen geltende Person ist also nicht immer vollständig genesen.
  • Das sogenannte Long-COVID-Syndrom ist eine über die akute Coronavirus-Erkrankung hinausgehende Beeinträchtigung der Gesundheit.
  • Long-COVID zeigt sich häufig in Form von andauernder Müdigkeit, chronischer Erschöpfung, Fatigue, Schlafstörungen, Kurzatmigkeit sowie kognitiver Dysfunktion, wie Konzentrationsstörungen – alles ernstzunehmende Symptome.
  • Das Syndrom könnte in einer Fehlfunktion bzw. Erschöpfung der Mitochondrien, den Energiekraftwerken unserer Zellen, seinen Ursprung haben.
  • Einer Fehlfunktion der Mitochondrien kann schon mit kleinen, effektiven Maßnahmen aus den Bereichen Ernährung, Bewegung sowie Ausgleich und Entspannung entgegengewirkt werden.
  • Eine gezielte Versorgung der Zellkraftwerke durch entsprechende, wissenschaftlich belegte Nahrungsergänzung, wie inuvia Zellfokus+, ist ebenfalls sinnvoll.
Über den Autor: Dr. Stephan Barth ist Mediziner und Lebenswissenschaftler, habilitierter Lebensmitteltoxikologe sowie Gesundheits- und Ernährungsexperte bei nutrition hub. Er ist wissenschaftlicher Entwickler des „Mitochondrialen Prinzips“, auf dessen Basis inuvia alle Gesundheitslösungen, einschließlich der Zellfokus+ Produkte, entwickelt hat.

„Long-COVID“ wird uns noch sehr lange beschäftigen

In die Phase der Hoffnung und der verhaltenen Euphorie legt sich bei vielen COVID-19-Patienten ein immer deutlich werdender Schatten auf diese positive Entwicklung.

Erst durch jüngst veröffentlichte klinische Studienergebnisse beschrieben – und als „COVID-19“ Langzeitfolgen klinisch bestätigt –, macht sich nämlich ein neues Schreckgespenst in den Medien, in den Gesundheitssystemen und letztlich auch in den Köpfen aller Menschen breit: das Long-COVID-Syndrom [4, 5].

Dieses Syndrom ist gekennzeichnet durch eine Ansammlung von vielen unterschiedlichen, zum Teil auch eher generalisierten Symptomen bzw. Symptomkomplexen, die alle Organsysteme – insbesondere außerhalb des Respirationstraktes – betreffen. Diese Symptome stehen im unmittelbaren Zusammenhang mit einer überstandenen „SARS-CoV-2“ Coronavirus-Infektion und werden so noch Monate später von Betroffenen beschrieben. Daher stehen sie offensichtlich und mittlerweile auch klinisch belegbar mit der Infektion im Zusammenhang und das Coronavirus steht definitiv als erster Auslöser für das Syndrom fest [6].

Die genaue Ursache für den chronischen Krankheitsverlauf nach der Coronavirus-Infektion, der diese Symptome auslöst, ist jedoch bislang den meisten Betroffenen unerklärlich. Auch eine Therapie oder eine symptomatische Behandlung für dieses chronische Syndrom seitens der Medizin steht den Patienten derzeit nicht zur Verfügung [7-9].

Dies ist auch der Grund dafür, dass die Betroffenen bei ihrer Hilfesuche derzeit eher orientierungslos agieren und aus der Sicht der gängigen Corona-Statistiken nicht als "krank" sondern als "genesen" gelten. Auch die Ärzte und Kliniken haben derzeit keine fundierte Hilfestellung für die Patienten parat, schnell aus dem Long-COVID herauszukommen und nur schleppend entstehen sogenannte "post-Corona Ambulanzen" an verschiedenen größeren Kliniken im Land [10, 11].

Die Frustration bei den Betroffenen ist hoch, immer mehr Selbsthilfegruppen bilden sich in den sozialen Medien. Auch der Druck auf die Politik durch den Aufbau wirksamer Petitionen steigt [12]. Der offen geäußerte Anspruch der Betroffenengruppen ist es, multidisziplinäre Lösungen zu entwickeln, die es ermöglichen gesund zu werden, um wieder ein normales Leben führen zu können und wieder zur Arbeit oder in die Schule zu gehen.

Erschöpfung und Fatigue als DIE Spät- und Langzeitfolgen von COVID-19

Andauernde Müdigkeit, chronische Erschöpfung, Fatigue, gestörter Schlaf und immer häufiger auch kognitive Dysfunktion mit Konzentrationsstörungen, oder, wie kürzlich im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 publiziert [13] als „brain fog“ (Gehirnnebel) empfundene mentale Einschränkungen, sind die häufigsten Symptome, die von über 65% der COVID-Langzeitpatienten auch über 6 Monate nach der Ansteckung mit dem Coronavirus laut einer aktuell vorab online veröffentlichten Studie berichtet wurden [14]. Neben Erschöpfung und Fatigue werden auch Kurzatmigkeit nach leichter körperlicher Betätigung und durch leichten Sport ausgelöstes massives Unwohlsein von den Betroffenen angegeben.

Dies belegt eine neue und alarmierende Studie, die global über 3.700 COVID Erkrankte aus über 50 Ländern befragte und kürzlich vorab online veröffentlicht wurde. Noch fast die Hälfte der Befragten sind hingegen nicht nur einfach müde, sondern sie waren durch die geschilderten Symptome noch über 6 Monate nach überstandener Infektion massiv eingeschränkt und noch nicht in der in der Lage, mit voller Kapazität zu arbeiten. Fast ein Viertel der ehemaligen Corona-Patienten gaben sogar an, noch gar nicht wieder arbeiten zu können. Eine verbreitete Schlafstörung führt bei vielen Betroffenen dazu, dass sie noch empfindlicher auf eigentlich leichten und alltäglichen Stress reagieren, was die Schlafqualität noch weiter beeinträchtigt [14]. Interessant ist, dass wohl Frauen stärker als Männer von den Symptomen der Long-COVID betroffen sind [15].

Die gute Nachricht an dieser Stelle ist, dass nicht alle Coronavirus-Infizierten und ehemalige Patienten unter dieser Belastung leiden, sondern sich die meisten Patienten, wie bei vielen anderen Viruserkrankungen auch, bereits kurze Zeit nach der Infektion schnell wieder erholen. Trotzdem steigt die Zahl der Menschen, die eigentlich nicht mehr als Corona-Patienten gelten, jedoch von monatelang andauernder Erschöpfung und Fatigue geprägt wurden und von solchen Symptomen berichten, die eine Reihe von Organen und eben nicht nur die Lunge betreffen.

Immer mehr klinische Arbeitsgruppen, Mediziner und Interessengemeinschaften von Betroffenen fordern daher langfristige Nachsorgeprogramme für die Patienten und zusätzliche Studien, um die vollen Auswirkungen von COVID-19 auch auf das Gehirn, das Herz und den gesamten Körper zu verstehen. Bedrohlich erscheint nämlich, dass nach überstandener Coronavirus-Infektion gerade die langfristigen neurologischen Symptome, wie Fatigue, selbst bei Patienten mit weniger schwerer Erkrankung häufig auftreten. Gleiches gilt für jüngere Patienten aus der Gruppe, die im Mittel etwa 35 Jahre alt war, wie kürzlich von einer klinischen Forschergruppe an der Charité vorab online veröffentlicht wurde [16]. Somit gelten auch jüngere Patienten, die nicht in die klassischen Risikogruppen eingeordnet werden können, nach überstandener Coronavirus-Infektion nicht als immun gegen diese langanhaltenden Beschwerden.

Mögliche Ursachen für Long-COVID Symptome: Es sind die Mitochondrien

Da diese Pandemie bis zum Jahr 2020 neu und unbekannt war, gibt es verschiedene Hypothesen über die Ursachen und Vorschläge zur symptomatischen und multidisziplinären Behandlung der unterschiedlichen organbezogenen Symptome, die allerdings an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden sollen [4, 5, 17].

Das generelle und bei Long-COVID prominente Kardinalsymptom chronischer Müdigkeit, Erschöpfung oder chronischer Fatigue hingegen, wird schon seit vielen Jahrzehnten und in ganz anderen Zusammenhängen chronischer Erkrankungen, wie zum Beispiel dem chronischen Fatigue-Syndrom oder dem Burn-out Syndrom, untersucht. Viele Studien aus den vergangenen Monaten legen daher bereits jetzt einen Zusammenhang der Coronavirus bedingten akuten Symptomatik sowie auch der chronischen Erschöpfung des Long-COVID mit einer Fehlfunktion der sogenannten Mitochondrien nahe [13, 18, 19].

Mitochondrien sind winzige energieerzeugende Einheiten, die tausendfach in jeder unserer Zellen vorhanden sind. Mittlerweile ist es klar belegt, dass Viren und, wie weiter unten beschrieben wird, auch gerade das SARS-CoV-2 Virus als Auslöser einer Fehlfunktion der Mitochondrien eine dramatische Rolle spielen. Diese Fehlfunktion ist wohl die Ursache für die durch den Coronavirus ausgelöste Fatigue und chronische Erschöpfung, die schon wie ein virales "Burn-out Syndrom" unserer Zellen gelten könnte [20].

Mitochondrien: Die Herrscher über Leben und Tod

Diese winzigen Organellen befinden sich im Inneren jeder menschlichen Zelle, und es gibt bis zu 1.000 und sogar mehr von ihnen in besonders fleißigen Zellen, wie z.B. in unseren Gehirnzellen, Muskelzellen und Zellen im Herzen. Im Gegenzug für Nährstoffe und Sauerstoff wandeln diese faszinierenden Strukturen die Rohstoffe aus der Nahrung in biologisch nutzbare Energie um, die unsere Zellen für sämtliche Funktionen und Vorgänge essenziell benötigen: Adenosintriphosphat, allgemein bekannt als ATP. Dieses Molekül spendet uns Leben und gewährleistet unsere Gesundheit, und verantwortlich dafür sind die Mitochondrien [21, 22].

Gesunde Menschen erzeugen jeden Tag ihr eigenes Körpergewicht an ATP, das mit der Produktion fast sofort wieder verbraucht wird und daher nicht auf der Waage sichtbar wird. Da der Körper ATP nicht speichern kann, müssen die Mitochondrien es kontinuierlich produzieren. Das Gehirn verbraucht etwa 70 % des ATP, was erklärt, warum eine mitochondriale Fehlfunktion zu einem Gefühl von "Gehirnnebel" führen kann, da die Nervenzellen fast am empfindlichsten auf ein Energiedefizit durch erschöpfte Mitochondrien reagieren.

Die als "Zellatmung" bezeichnete Energieproduktion in den Mitochondrien erzeugt unweigerlich als Nebenprodukte sog. reaktive Sauerstoffspezies (ROS) – oder umgangssprachlich auch "freie Radikale" genannt. In gesunden Zellen fallen normale Mengen dieser Radikale an und ermöglichen den Mitochondrien als Signalmoleküle den Energiebedarf der Zelle zu erkennen und die ATP-Synthese entsprechend anzupassen. Sie sind folglich für die Mitochondrienfunktion essenziell und für die Zellen somit überlebenswichtig. Erst wenn höhere Mengen dieser Radikale anfallen, die durch die zelleigenen Schutzsysteme nicht mehr abgepuffert und unschädlich gemacht werden können, werden sie auch die mitochondriale DNA und die Membranen schädigen.

Faszinierend ist, dass erschöpfte Mitochondrien, die wenig ATP und viel Nebenprodukte produzieren, die bemerkenswerte Fähigkeit besitzen, sich mit dem mitochondrialen Netzwerk in den Zellen zu verbinden, sich durch diese Verbindung mit fitten Mitochondrien zu regenerieren, mit dem Ziel, dass eine gesunde Kolonie von Mitochondrien in der Zelle erhalten bleibt. Logisch daher dass es vorteilhafter für eine Zelle ist, eher eine kleinere Anzahl von gesunden Mitochondrien zu haben, als eine größere Anzahl Mitochondrien, die dysfunktional ist [21-23].

Das SARS-CoV-2 Virus erschöpft unsere Mitochondrien, ganz massiv

Und jetzt kommt der interessante Brückenschlag zwischen der Coronavirus bedingten chronischen Erschöpfung und den Mitochondrien:

Viren sind nämlich in der Lage, sehr früh nach der Invasion in die Lungenepithelzellen, die Mitochondrien vor Ort zu "kapern" und ihre Funktion und Kommunikation zu stören. Genau das Außerkraftsetzen der Mitochondrien ist nämlich überlebenswichtig für das SARS-CoV-2 Virus. Es nimmt Mitochondrien nämlich nicht nur passiv in Beschlag, sondern es stört die beschriebenen Prozesse der Regeneration erschöpfter und die Entsorgung defekter Mitochondrien. Auch werden Prozesse zur Auslösung des Zelltods behindert und die zelleigenen Schutzsysteme zur Pufferung der Radikale behindert. Ferner führt das Virus zu einer massiven Beeinträchtigung des Eisenstoffwechsels was die zelluläre Last mit reaktiver Sauerstoffspezies erhöht, die dann die Mitochondrien direkt schädigen und sie zur massiven Freisetzung entzündlicher Verbindungen veranlassen. Mitochondrien gelten folglich auch im Rahmen einer akuten COVID Infektion als die zelluläre Achillesferse, die mitverantwortlich für die schwere und häufig auch mit letalen Krankheitsverläufen im Verbund auftretenden "Zytokinsturm" zu sein scheinen [13, 19].

Besonders kritisch ist in diesem Kontext, dass besonders ältere Menschen, Menschen aller Altersklassen mit Stoffwechselerkrankungen (Typ-2 Diabetes, Adipositas, Fettleber, chronische Herz-Kreislauf Erkrankung) oder Menschen mit einem Mangel an essenziellen Nährstoffen für die Mitochondrien besonders sensibel auf das Virus reagieren. Die Folgen sind bereits in Statistiken an dem höheren Erkrankungsrisiko mit schweren und letalen Krankheitsverläufen in diesen sog "Risikogruppen" zu erkennen. Weitere Informationen zu den Ursachen dieser Zusammenhänge gibt es derzeit nicht wirklich [24].

Wie wir mit unserem Lebensstil unsere Mitochondrien unterstützen

Nachgewiesenermaßen haben unterschiedliche Bereiche des Lebenswandels einen positiven Effekt auf die geschilderte mitochondriale Funktion und können somit dem o.a. Funktionsverlust sehr systemisch mittels sich sinnvoll ergänzender Maßnahmen entgegensteuern beziehungsweise den Aufbau gut funktionierender Mitochondrien unterstützen [25]:

- ERNÄHRUNG [25-29]: Eine eher zuckerarme Diät mit geringer tierischer Eiweißaufnahme bei hoher Zufuhr eher langkettiger, gerne mehrfach ungesättigter tierischer und pflanzlicher Fette und reichlicher Zufuhr pflanzlicher Bioaktivstoffe unterstützen den zellulären Energiestoffwechsel. Diese Mitochondrien-freundliche Ernährung versorgt den mitochondrialen Stoffwechsel mit den richtigen Rohstoffen zur Energieerzeugung. Intermittierendes Fasten hat eine durch die Kalorienreduktion ausgelöste Vermehrung der Mitochondrien sowie effiziente Energieerzeugung zur Folge. Spezielle Bioaktivstoffe in Lebensmitteln wirken ähnlich wie „Schmier- und Pflegemittel“ für die Mitochondrien, da sie wichtige Komponenten in der mitochondrialen Energieerzeugung für eine effiziente und bedarfsgerechte Energieproduktion funktionell unterstützen.

- VERHALTEN [30-32]: Verhaltensbasierte Maßnahmen (Entspannungs- oder Achtsamkeitsübungen, geregelter Schlaf) modulieren in allen Körperzellen die zelluläre Stressreaktion und die Regeneration durch eine direkte Beeinflussung der mitochondrialen Netzwerke in den Zellen. Dadurch können diese gezielten Maßnahmen verhindern, dass zu hohe Mengen schädlicher Radikale anfallen bzw. mitochondriale Puffer- und Regenerationssysteme überlastet werden.

- BEWEGUNG [29, 33, 34]: Gleiches gilt für eine regelmäßige, aber nicht überbelastende körperliche Betätigung, die korrekt dosiert gerade die Anzahl der Mitochondrien in Herz- und Skelettmuskel sowie auch in Abwehrzellen erhöhen kann. Dies führt nicht nur zu einer verbesserten Leistungsfähigkeit und Abwehrkraft sondern beugt ferner einer zu schnellen Erschöpfung unter Belastung vor.

Welche Nährstoffe benötigen die Mitochondrien?

Nicht nur die oben beschriebenen Maßnahmen, sondern erst recht für die komplementäre Unterstützung der mitochondrialen Fitness mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln und pflanzlichen Bioaktivstoffen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass diese wissenschaftlich fundiert und zielgerichtet mit der Fachkenntnis über die zelluläre Biochemie und auf den Stoffwechsel der Mitochondrien abgestimmt erfolgt.

Je nach individueller Gesundheitskonstellation können stark variierende und sehr unterschiedliche stoffliche Ansatzpunkte sinnvoll sein:

Wenn es z.B. darum geht, die Anpassungsfähigkeit des Körpers auf neue oder besondere Belastungen zu optimieren, sollten neben Resveratrol, Rutin und oligomeren Procyanidinen außerdem pflanzliche Adaptogene (Salidrosid, Rosavine aus Rhodiola rosea) aufgenommen werden. Diese pflanzlichen Bioaktivstoffe unterstützen die Mitochondrien auch dabei, den Energiebedarf der Zelle und eines ganzen Organs schnell erkennen zu können, um die Energieproduktion sehr effizient an Bedarfsänderungen anpassen zu können [35, 36].

- Falls die gesundheitliche Zielsetzung darin besteht, einem durch chronische Belastung oder Alterung bedingten Nachlassen der Leistungsfähigkeit der Mitochondrienfunktion etwas entgegenzusetzen, sollten beispielsweise neben Ubiquinol auch die Bioflavonoide Hesperidin, Naringenin oder Ellagitannine (Urolithine) eine Rolle spielen, da sie die Atmungskette in den Mitochondrien durch eine effiziente ATP-Produktion und eine adäquate Sauerstoffversorgung unterstützen können [37, 38].

- Im Falle einer bereits deutlich erschöpften Mitochondrienfunktion - z. B. im Rahmen einer chronischen Erkrankung oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente - kann eine Verbesserung der Widerstandsfähigkeit mittels Auffrischung der mitochondrialen Puffersysteme und Unterstützung der Regeneration bzw. Entsorgung erschöpfter Mitochondrien durch pflanzliche und gut bioverfügbare Curcuminoide oder Pyrrolochinolinchinon (PQQ) erreicht werden [39, 40].

Was Deine Mitochondrien außerdem regeneriert: Dein richtiger Umgang mit der Erschöpfung

Es soll an dieser Stelle nicht wie eine Lebensweisheit stehen, aber das Vermeiden körperlicher oder geistiger Überanstrengung ist ein wichtiger erster Schritt um aus dem Long-COVID herauszukommen, indem die Regeneration der massiv erschöpften Mitochondrien nicht gefährdet wird. Entscheide daher jeden Tag aufs Neue und sehr bewusst, welche Aufgaben Dir am wichtigsten sind, auch wenn es sich nur um die Zubereitung des Essens und die grundlegende Hygiene handelt. Es ist auch in Ordnung, wenn nichts anderes an diesem Tag erledigt wird. Selbst Fernsehen und Telefonieren kann geistig zu anstrengend sein und zunächst auf Deinem Weg aus dem Long-COVID niedrig dosiert werden. Lege daher häufig Pausen für entspannende "Bildschirm- und Touchscreen-freie" Aktivitäten ein, wie z. B. das Hören von beruhigender Musik, sanftes Atmen oder wenn Du möchtest einfache meditative Übungen oder sitze einfach nur still für einige Minuten im Freien.

Sei dann auch bitte versichert, dass die Müdigkeit nicht "in Deinem Kopf" und eingebildet ist, sondern dass die Ursache tatsächlich in Deinen massiv durch die COVID-19 Infektion erschöpften zellulären Energiemananger liegt. Diese benötigen einfach in den meisten Fällen Zeit und Pflege, um sich wieder zu regenerieren und die gewohnte Fitness zu erlangen. Teile auch Deiner Familie und Deinen Freunden mit, warum Du Deinen Lebensstil auf deine Mitochondrien abgestimmt hast, damit sie Dich noch besser verstehen und Dich auch unterstützen können. Wenn Du Dir bei einigen Deiner alltäglicheren Aufgaben, wie Einkaufen und Kochen, helfen lassen kannst, bist Du viel schneller wieder in der Lage, die eine oder andere Aktivität zu planen, die Dir Spaß macht, um ein bisschen Freude in Deinem Leben zu behalten.

Sei insgesamt schonend zu Deiner Gesundheit, nicht nur indem Du Deinen Körper mit vollwertiger mitochondrien-freundlicher Nahrung versorgst, sondern auch selbstbewusst und realistisch einschätzt, wie viel mehr an Aufgaben Du Dir pro Tag sukzessive zumuten kannst, um die allmählich zunehmende Fitness Deiner Mitochondrien zu unterstützen um wieder gesund zu werden.

Dein Mangel an Energie und der Appetitverlust können es Dir unter Umständen anfänglich erschweren, alle unterstützenden Nährstoffe, die Du benötigst, ausschließlich über Deine Ernährung aufzunehmen. Mit einem Team von Wissenschaftlern, Medizinern und Ernährungsexperten beraten wir Dich daher sehr gerne, wenn Du eine Anleitung zu smarten Nahrungsergänzungsmitteln möchtest, die gut zu Dir passen und dir und deinen Mitochondrien zugutekommen.

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Referierte wissenschaftliche Artikel

1. Cohen, J., Shots of hope. Science, 2020. 370(6523): p. 1392-1394.

2. Giubilini, A., J. Savulescu, and D. Wilkinson, Queue questions: Ethics of COVID-19 vaccine prioritization. Bioethics, 2021.

3. Strizova, Z., et al., Principles and Challenges in anti-COVID-19 Vaccine Development. Int Arch Allergy Immunol, 2021: p. 1-11.

4. Norton, A., et al., Long COVID: tackling a multifaceted condition requires a multidisciplinary approach. Lancet Infect Dis, 2021.

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6. Townsend, L., et al., Persistent fatigue following SARS-CoV-2 infection is common and independent of severity of initial infection. PLoS One, 2020. 15(11): p. e0240784.

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