Entspannung

Mehr Lebensenergie durch Achtsamkeit

Zusammen mit Deiner körperlichen Gesundheit ist ein achtsamer Lebensstil essentiell, um Dich voller Lebensenergie zu fühlen. Aber was genau ist Achtsamkeit eigentlich und wie lebt man achtsamer? Hier erfährst Du, was sich hinter dem Begriff verbirgt, wie Dir Achtsamkeit hilft, zufriedener als auch gesünder zu sein und was die besten Achtsamkeitsübungen für Deinen Alltag sind.

Mehr Lebensenergie wünschen wir uns alle, vor allem in Stresssituationen, die zu unserem Alltag gehören und uns immer wieder Energie rauben. Denn mit mehr Energie können wir die Herausforderungen des Lebens viel besser meistern. Dazu ist gemeinsam mit der Gesundheit unserer Zellen und damit unseres Körpers auch die innere Einstellung entscheidend. Ein achtsamer und bewusster Lebensstil erhöht Deine Lebensenergie auf verschiedene Weise. Hier erfährst Du, wie Dir Achtsamkeit hilft, zufriedener und gesünder zu sein. Außerdem zeigen wir Dir ein paar einfache Achtsamkeitsübungen, die Stress reduzieren und Dir mehr Gelassenheit und Ruhe verleihen.

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist Achtsamkeit?
  • Eine alte Lehre – heute wissenschaftlich belegt bis in die Zellen und Mitochondrien
  • Unterstützung Deiner Lebensenergie
  • Achtsamkeitsübungen
  • Fazit

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit – oder auch Mindfulness – ist das „Herzstück“ des Buddhismus und bedeutet, bewusst im Moment zu sein und diesen so anzunehmen, wie er ist. Das kann über Meditation sowie die Art und Weise zu leben erreicht werden. In jedem Fall beobachtest Du, welche Gedanken Du gerade hast und wie Du Dich fühlst, aber Du identifizierst Dich nicht damit. Eine wichtige Erkenntnis der Achtsamkeitslehre: Du bist nicht Deine Gedanken und auch nicht Deine Gefühle, Du bist der Beobachter von beidem. Gedanken und Gefühle kommen und gehen. Deine Essenz bleibt.

Durch Achtsamkeit fällt es Dir leichter, auch in stressigen Situationen, gelassener zu bleiben. Denn das Wichtigste ist nicht, was Dir passiert, sondern was Du daraus machst. Achtsamkeit gibt Dir diese Freiheit. Wenn Du Schritt für Schritt einen bewussteren und achtsameren Lebensstil entwickelst, wird es Dir immer leichter fallen, Situationen zunächst mit gesundem Abstand zu betrachten. Dann kannst Du Dich für die beste Reaktion entscheiden. Die beste Reaktion ist immer die, die Dich wirklich weiterbringt. Willst Du Dich zum Beispiel Deinem Ärger hingeben und einfach wütend werden, weil Du den aktuellen Moment nicht akzeptierst? Oder entscheidest Du Dich bewusst dafür, das, was gerade passiert, so anzunehmen, wie es ist, und mit Mitgefühl – für Dich selbst sowie andere – zu reagieren? Frage Dich vor jeder Reaktion oder Handlung, ob sie Dir wirklich hilft, Dich weiterzuentwickeln. Du kannst zwar nicht beeinflussen, was passiert, aber Du kannst immer Deine Reaktion darauf beeinflussen.

Eine alte Lehre – heute wissenschaftlich belegt bis in die Zellen und Mitochondrien

Eine achtsame Lebenseinstellung hat sowohl positiven Einfluss auf den Geist als auch den Körper. Mittlerweile kann die positive mentale und körperliche Wirkung dieser Jahrtausende alten Weisheit auch wissenschaftlich nachgewiesen werden – bis auf Zell- und Mitochondrienebene. So unterstützt uns Achtsamkeit nicht nur dabei, präsenter zu sein und bewusster zu leben, ohne zu bewerten oder zu urteilen, sie kann dadurch auch Stress reduzieren, Fokus sowie Konzentration stärken, unsere Zufriedenheit erhöhen und die Gesundheit fördern.

Molekularbiologen wie Jon Kabat-Zinn und weitere Wissenschaftler haben mittlerweile viele positive Auswirkungen des Meditierens auf die Funktion unseres Gehirns und Organismus beobachtet. So wirkt sich ein achtsamer Lebensstil positiv auf den Blutdruck, die Herzfrequenz und das Immunsystem aus, da die Ausschüttung von Stresshormonen reduziert wird. Und durch mehr Bewusstheit wird auch die kognitive Leistung unterstützt. In Bezug auf die Zellen und Mitochondrien zeigen klinische Studien, dass Meditation sogar die Zellgesundheit stärkt und den Alterungsprozess unserer Zellen verlangsamt. Außerdem aktivieren wir durch die eintretende Entspannungsreaktion des Körpers die Gene, die die Mitochondrien anregen, mehr Energie in den Zellen zu produzieren – was wieder die Lebensenergie fördert.

Achtsamkeit zur Unterstützung Deiner Lebensenergie

Achtsamkeit fördert Deine Lebensenergie in den drei Bereichen: Leistungsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit. So stärkt sie Fokus, Konzentration sowie Produktivität und macht Dich damit leistungsfähiger. Gleichzeitig unterstützt sie Stabilität, innere Ressourcen und Dein Immunsystem, wodurch Du widerstandsfähiger wirst. Anpassungsfähigkeit wird durch die Stärkung der inneren Flexibilität und Gelassenheit gefördert, die wir brauchen, um besser mit Stress und Veränderungen umgehen zu können.

Forschungen haben außerdem gezeigt, dass Achtsamkeit nicht nur Stress, Angst und Ärger reduziert, sondern auch mehr Glück und Zufriedenheit fördert. Wenn wir mehr Bewusstheit in unseren Alltag integrieren, bedeutet das, mehr Wertschätzung fürs Leben und Mitgefühl für uns selbst und andere zu entwickeln. So fällt es uns leichter mit negativer Energie und Ablenkungen umzugehen, die uns sonst Lebensenergie rauben.

Hilfreiche Achtsamkeitsübungen

Alles, was Du tust, kann eine Übung in Achtsamkeit sein. Jeder Schritt, den Du gehst und jede Stufe einer Treppe kannst Du bewusst wahrnehmen und so nutzen, um im aktuellen Moment präsent zu sein – und nicht ständig in der Vergangenheit oder Zukunft zu leben. Wenn ein achtsamer Lebensstil für Dich noch neu ist, gibt es gezielte Übungen, die Dir helfen, mehr Achtsamkeit in Dein Leben zu bringen. Meditation, Yoga und Atemübungen gehören zu den bekanntesten und effektivsten Techniken. Dafür brauchst Du auch nicht wahnsinnig viel Zeit einzuplanen, 5 Minuten am Tag reichen bereits für eine erste positive Wirkung aus.

1. Atemübungen

Unser Atem ist eine fantastische Möglichkeit wieder ins Jetzt zu kommen. Wenn Du Dich vollkommen auf Dein Ein- und Ausatmen konzentrierst, ist es nicht möglich, ablenkende Gedanken zu haben – Du bist ganz präsent.

So geht’s: Setz Dich hin, schließe die Augen und atme durch die Nase tief ein bis in Deinen Bauch. Spür, wie sich Dein Bauch hebt. Atme dann durch Deinen Mund oder die Nase wieder aus. Du kannst die Übung im Laufe des Tages so oft machen, wie Du möchtest. Die Extraportion Sauerstoff kann außerdem große Auswirkungen auf Deine Energie und Klarheit haben.

2. Meditation

Jeder kann meditieren und so aktiv etwas für seine Ausgeglichenheit tun.

So geht’s: Nimm Dir für den Anfang 5 Minuten Zeit und such Dir einen ungestörten Ort. Setzt Dich mit geradem Rücken in den Lotussitz oder auf einen Stuhl und leg die Hände mit den Handrücken auf Deine Knie. Schließe Deine Augen. Dann achte auf Deinen Atem, wie er ganz natürlich fließt. Du wirst feststellen, dass kein Atemzug exakt dem anderen gleicht. Nimm Gedanken und Gefühle, die kommen wahr und lass sie wieder ziehen. Kehre immer wieder zu Deinem Atem als Anker zurück, wenn Du merkst, dass Du abschweifst. Du kannst Deine Atemzüge auch zählen, um Dich noch besser zu fokussieren.

Mit der Zeit werden die Abschnitte ohne Gedanken immer länger. Es geht nicht um Disziplin, hab Geduld mit Dir und lern diese Momente der Ruhe zu genießen.

3. Yoga

Beim Yoga geht es traditionell darum, Körper, Geist und Seele in Balance zu bringen. Viele Menschen verbinden Yoga heute vor allem mit den Übungen für den Körper (Asanas), Meditation und Atemübungen sind jedoch ebenfalls ein essentieller Teil dieser 5000 Jahre alten Philosophie. Mittlerweile gibt es auch viele wissenschaftliche Studien, die den positiven Effekt von Yoga belegen. So fließt das Blut und die Nährstoffe zum Beispiel besser durch Deinen Körper, was zu mehr Energie führt.

Eine einfache Yogaübung für mehr Achtsamkeit ist Tadasana oder die Berghaltung. Sie stärkt Deinen Fokus sowie Konzentration und sorgt für Gelassenheit und Ruhe. Tadasana ist eine wichtige Basisübung im Yoga, die Deine Haltung verbessert und Deine Balance fördert.

So geht’s: Du stehst aufrecht und lässt Deine Arme hängen, Deine Füße sind geschlossen oder leicht geöffnet und erden Dich. Richte Dich bewusst von unten nach oben gerade auf, so bringst Du Deine Energie zum Fließen.

4. Integriere eine Achtsamkeitsroutine in Deinen Alltag

Ohne regelmäßige Rituale in unserem Alltag hören wir meisten leider irgendwann selbst mit den besten und hilfreichsten Übungen auf. In der Regel brauchen wir 66 Tage, um eine neue Gewohnheit in unseren Alltag zu integrieren. Und schon Kleinigkeiten, machen auf Dauer einen großen Unterschied. Mit diesen vier kurzen Ritualen kreierst Du schnell eine Achtsamkeitsroutine und startest voller Energie in Deinen Tag.

5. Mach Dein Bett für ein erstes Erfolgserlebnis

Start für einen guten und produktiven Tag. So beginnst Du den Tag mit einem kleinen Erfolgserlebnis und kannst das nächste folgen lassen. Gerade wenn Du von Zuhause arbeitest ist es wichtig, ein klares Umfeld zu schaffen, das nicht durch Unordnung ablenkt. Deine Wohnung spiegelt Deine innere Einstellung wider und beeinflusst zugleich auch Dein Wohlbefinden. Warum also nicht durch ein gemachtes Bett mehr Achtsamkeit in Deinen Tag holen?

6. Die Kaffee- oder Tee-Meditation

Nutze Deine tägliche Tasse Kaffee oder Tee, um Deine Achtsamkeit zu schulen, indem Du Dir ganz bewusst Zeit dafür nimmst und sie genießt. Trinke die Tasse mit all Deinen Sinnen: Nimm dabei unter anderem die Wärme der Tasse wahr, den Duft des Kaffees oder Tees, das Gefühl von Wärme im Mund, den Geschmack und das Aroma oder auch das Gefühl danach.

7. Achtsam duschen

Auch Duschen kann zum Achtsamkeitsritual werden. Sei achtsam in Bezug auf alle Empfindungen beim Duschen: das Wasser, die Temperatur, die Geräusche, die Düfte (zum Beispiel von Shampoo und Duschgel) und wie Du Dich dabei fühlst. Jedes Mal, wenn Du mit Deinen Gedanken abschweifst, bringe Deine Aufmerksamkeit zurück in die Dusche und zu Deinen Empfindungen.

Extratipp: Beende die Dusche mit circa 30 Sekunden kühlem bis kaltem Wasser. Beginn bei Deinen Füßen und arbeite Dich langsam hoch. Die Kälte aktiviert nachweislich Deine Mitochondrien und schenkt Dir so mehr Energie.

8. Hand aufs Herz

Es ist eine kleine Geste, mit großer Wirkung. Wenn wir unsere Hand auf unser Herz legen, geht unsere Aufmerksamkeit automatisch dorthin. Diese einfach Übung besinnt Dich auf das Wesentliche und holt Dich in den aktuellen Moment zurück. Es sind nur ein paar Sekunden, die Dich entspannter und geerdeter in den Tag starten lassen.

Auch beim Yoga-Gruß Namasté werden die Hände daher vor das Herz gebracht, wonach wir mit geschlossenen Augen den Kopf zum Herzen neigen.

9. Aromatherapie

Ätherische Öle sind eine wunderbare und effektive Möglichkeit, Dich ins Jetzt zu holen und Deine Lebensenergie zu unterstützen. Gib ein paar Tropfen Deines Lieblingsöls in eine Duftlampe oder mische es mit einer Creme oder einem Körperöl und nimm den Duft intensiv wahr. Orange wirkt zum Beispiel stimmungsaufhellend, Rosmarin anregend sowie fokussieren und Lavendel beruhigend.

Fazit

Achtsamkeit ist viel mehr als nur Meditation – es ist eine Lebenseinstellung. Das Ziel: bewusst im jetzigen Moment zu sein und diesen so anzunehmen, wie er ist. Das erspart Dir nicht nur Stress, sondern hilft Dir auch zufriedener und sogar gesünder zu sein – und Dich so voller Lebensenergie zu fühlen. Denk daran: Entscheidend ist nicht, was Dir passiert, sondern was Du daraus machst. Mit verschiedenen Übungen kannst Du lernen, einen achtsamen, bewussten Lebensstil zu entwickeln. Hab Geduld, das funktioniert nicht von heute auf morgen. Aber auf Dauer kannst Du mit kleinen Ritualen viel erreichen.

Probiere es aus und entdecke in unserem Coaching Programm weitere Achtsamkeitsroutinen für Deinen Alltag, um Deine Lebensenergie ganzheitlich zu stärken.


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Quellen:

The magic of mindfulness, Harvard Health Letter, September 2013, https://www.health.harvard.edu/staying-healthy/the-magic-of-mindfulness