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Mitochondrien: So beeinflussen sie unser Energielevel

Wir alle tun es, jeden Tag: Wir stehen auf, ziehen uns an, gehen aus den Haus, unterhalten uns, bewegen uns, lachen, blinzeln und so vieles mehr. Aber hast Du Dich schon einmal gefragt, woher wir die Energie hierfür, sowie für alle anderen tagtäglichen Aufgaben nehmen? Vielleicht in Situationen, in denen Du weniger Energie als sonst hattest, Du Dich müde oder schlapp gefühlt has?

Die Energie - unsere natürliche Lebensenergie -, die unsere gesamten Körperfunktionen ermöglicht, entsteht in unseren Mitochondrien, den Energiekraftwerken der Zellen. Arbeiten sie reibungslos, fühlen wir uns gut und mit ausreichend Energie versorgt. Sind sie in ihrer Funktion gestört, so können Müdigkeit, Lustlosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und andere Beschwerden die Folge sein. Grund genug, dass Mitochondrien nun mehr und mehr in den Fokus der Forschung rücken und an Aufmerksamkeit gewinnen.

Mitochondrien

Was sind Mitochondrien?

Mitochondrien sind die Energiezentren unserer Zellen. Diese winzigen Organellen sind Dir möglicherweise noch aus Schulzeiten ein Begriff. Eine Zelle enthält bis zu 1.000 und mehr Mitochondrien und diese produzieren am Tag in etwa so viele Kilogramm Energie, wie Du wiegst und zwar in Form von ATP. ATP steht für Adenosintriphosphat, die Energiewährung unseres Körpers. Es wird aus Kohlenhydraten und Fetten aus unserer Nahrung, sowie dem Sauerstoff, den wir atmen, gebildet.

Wenn es uns an Energie fehlt ...

Wenn die Mitochondrien mit ausreichend “Rohstoffen” sowie wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt sind, funktioniert die Energieproduktion reibungslos. Ist dies nicht der Fall oder sind die Zellkraftwerke durch andere Einflussfaktoren in ihrer Funktion gestört, so kann das dazu führen, dass wir uns müde, kraftlos und auch lustlos fühlen. Der Alltag stellt plötzlich gefühlt eine enorme Herausforderung dar und die kleine Aufgabe wird zum Mammutprojekt. Es fehlt uns schlichtweg an Lebensenergie.

Natürlich sind Müdigkeit und Erschöpfung nicht automatisch und ausschließlich den Mitochondrien zuzuschreiben. Doch unsere Zellenergiezentren sind eine wichtige Basis für die Zellgesundheit und unser allgemeines Wohlbefinden.

Für Lebensenergie sorgen: Was die Zellkraftwerke stärkt

Die Relevanz der Mitochondrien in Bezug auf unsere Gesundheit haben auch Forscher und Mediziner auf dem Schirm. Daher wird unter anderem der Zusammenhang zwischen Mitochondrien und häufig auftretenden Erkrankungen und Beschwerden, wie Diabetes, Depressionen, Alzheimer bis hin zu Krebs untersucht. Gleichzeitig geht es darum, herauszufinden, was die Mitochondrien stärkt oder gar vermehrt.

Sowohl die Ernährung, Bewegung, als auch das Level an Stress können Einfluss auf die Mitochondrien haben. Studien zeigen, dass körperliches Training, wie beispielsweise HIIT (High-Intensity-Interval-Training), die Mitochondrien stärken kann. Auch Entspannungsübungen, wie Meditation, sollen die Zellkraftwerke positiv beeinflussen. Was die Ernährungsweise betrifft, so spielen unter anderem B-Vitamine eine wichtige Rolle im Rahmen des Energiestoffwechsels. Auch bestimmte Pflanzenstoffe, wie beispielsweise Resveratrol, das unter anderem in Beerenfrüchten und Rotwein vorkommt, wirkt sich positiv auf die Mitochondrien aus.

Was wir am Ende davon haben? Wir fühlen uns leistungsfähig, widerstandsfähig, kraftvoll, fit und vital, kurz: voller Lebensenergie.

Hier erfährst Du mehr über das mitochondriale Prinzip.

Quellen:

Soo Heon Kwak, Kyong Soo Park, Ki‐Up Lee, and Hong Kyu Lee, 2010, Mitochondrial metabolism and diabetes, J Diabetes Investig. 2010 Oct 19; 1(5): 161–169., Published online 2010 Jul 6. doi: 10.1111/j.2040-1124.2010.00047.x

Bansal Y., Kuhad A., 2016, Mitochondrial Dysfunction in Depression, Curr Neuropharmacol. 2016;14(6):610-8

Martin Picard, PhD and Bruce S. McEwen, PhD, 2018, Psychological Stress and Mitochondria: A Systematic Review, Psychosom Med. 2018 Feb-Mar; 80(2): 141–153, doi: 10.1097/PSY.0000000000000545

Khalsa, Dharma Singh, 2015, Stress, Meditation, and Alzheimer’s Disease Prevention: Where The Evidence Stands, Journal of Alzheimer's Disease, vol. 48, no. 1, pp. 1-12, 2015, DOI: 10.3233/JAD-142766